Die Befana kommt bei Nacht …

La Befana vien di notte
con le scarpe tutte rotte
con le toppe alla sottana:
Viva, viva la Befana!

Die Befana kommt bei Nacht
mit ihren ganz kaputten Schuhen
mit den Flicken auf dem Rock:
Es lebe, es lebe die Befana!

Gespannt sehen die kleinen Italiener dem Dreikönigstags entgegen. Am Vorabend, bevor sie zu Bett gehen, legen sie einen Strumpf für die Befana bereit, in der Hoffnung, ihn am nächsten Morgen reichlich gefüllt vorzufinden.

Das Wort Befana leitet sich von Epifania ab, dem italienischen Begriff für das Dreikönigsfest.
Bei der Befana handelt es sich um eine freundliche Hexe, die in der Nacht zum Dreikönigstag auf ihrem Besen ihre Runde dreht, durch die Kamine der Häuser steigt und die Strümpfe der Kinder mit Süßigkeiten füllt. Oder mit Kohle, was davon abhängt, wie bravo/a der oder die Kleine im vergangenen Jahr war.
Doch Italien wäre nicht Italien, wenn die Kinder nicht alle belohnt würden, und die „Kohle“ nicht aus einer pappsüßen, schwarzen Zuckermasse bestünde, die lediglich wie Kohle aussieht.

Der Legende nach erfuhr die Befana die frohe Botschaft von der Geburt des Jesuskindes von den Heiligen Drei Königen, die sich auf dem Weg nach Betlehem befanden. Leider folgte sie ihnen nicht rechtzeitig, so dass der Stern, der sie leiten sollte, schon verloschen war. So flog sie von Haus zu Haus und hinterließ jedem Kind ein Geschenk, in der Hoffnung, dass eines von ihnen das Jesuskind sei.

 

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