Autor: Vanessa

Mode, Mailand & Mehr – Einkaufen wie die Einheimischen

Der Mailand Fashion Guide von Stefanie Claus Schon des Öfteren habe ich bei Azzurro Diary vorbeigeschaut, um Inspiration zu finden und Wissenswertes über mein Sehnsuchtsland zu erfahren. Die Autorin Stefanie Claus lebt seit einigen Jahren in Verbania am Lago Maggiore und schreibt von dort aus über ihre Erlebnisse, Reisen und Interessen rund um das Belpaese. Ihr Blog gefällt mir deshalb so gut, weil die Themen vielfältig, gut recherchiert und mit stimmungsvollen Fotos aufbereitet sind. Umso mehr hat es mich gefreut, vor Kurzem Post von Stefanie in meinem virtuellen Briefkasten vorzufinden. Sie hat ein E-Book veröffentlicht, einen Fashion Guide über Mailand, und möchte ihn mir ans Herz legen. Stefanie hat damit, ohne es zu wissen, einen Volltreffer gelandet. Nicht, weil ich mich in Mailand so gut auskenne oder Mode und Design mein absolutes Steckenpferd sind. Ganz im Gegenteil. Nach Mailand habe ich es bislang nur auf der Durchreise geschafft. Und in Sachen Mode bewundere ich diejenigen, die ein Händchen dafür haben und bei jeder Gelegenheit mit dem passenden Outfit glänzen. Was schreibt Stefanie da ganz zu …

Claudio Bandelli – Prima di dormire

Es gibt Worte, die einer anderen Sprache nicht vorenthalten werden sollen. Worte, die schön sind: weil sie ausdrücken, was wir fühlen; weil sie klingen, als wären Sie Musik; weil sie da sind um ihrer selbst willen. Nicola Pecci liest und interpretiert Claudio Bandelli “Prima di dormire” Vor dem Einschlafen Die Konsequenzen von Sentimentalität können teuflisch sein. Man sollte die Augenblicke belassen, wie man sie erlebt hat, nie versuchen, sie zu wiederholen, noch einmal zu durchleben … (Heinrich Böll) Vor dem Einschlafen widerfährt es mir oft, dass ich mir diese Frage stelle: Denkt sie immer noch an mich? Die Antwort kenne ich nicht, aber ich nehme es schon an. Ich denke gerne daran, dass, auch wenn sie alles tut, um mich zu vergessen, sie ein Gegenstand, ein Satz, ein Geruch ganz plötzlich zu mir zurückbringt, ein kurzer Moment, ein flüchtiger Blick, ohne zu fokussieren, ohne es genau zu verstehen. Und dann denke ich: Wen kümmert es schon! Im Grunde ist es total egal, ob sie an mich denkt oder nicht. Was zählt ist, dass sie nicht hier ist. …

Eine Postkarte weckt Erinnerungen

Südtirol anno 1975 – Ein Gastbeitrag von Marcus Meyer – Wer kennt das nicht? Die großen Ferien stehen vor der Tür, man sitzt in Familie zusammen und irgendwie kommt das Gespräch auf „früher“! Wisst ihr noch damals? So auch bei uns. Es ging um unseren ersten Familienurlaub im fernen Italien, im fast 1.000 km entfernten Südtirol damals in den Sommerferien 1975. Ich war acht Jahre alt und die Fahrt ging in die Nähe von Bozen. War das überhaupt Italien? Schließlich wurde dort Deutsch gesprochen, doch das war uns Kindern egal. Wir saßen unangeschnallt auf der Rückbank unseres VW Variant und waren voller Erwartungen. Einen Familien-Van oder SUV hatte und brauchte zu jener Zeit noch niemand. Und so versuchten wir 42 Jahre später unseren Familienurlaub zu rekonstruieren. Die Daten waren schnell gefunden bzw. aus der Erinnerung hervorgeholt. Pension Warasin in Girlan bei Eppan und Bozen, soviel wussten wir. Vielmehr nicht, denn Fotos wurden in diesem Sommer irgendwie nicht gemacht. Wie schön, dass es heute das Internet gibt und so wurden die Daten mal eben bei google …

Italienische Momente in Essen

Ein Rundgang auf der Oldtimermesse Techno Classica. Ein Beitrag von Marcus Meyer vom Oltimerfreundeskreis Viva ItaliEN, der uns freundlicherweise von seinem Messebesuch am zweiten Aprilwochenende 2017 berichtet. Seit fast 30 Jahren findet jedes Jahr im Frühling die Oldtimermesse „Techno Classica“ in Essen statt. Sie ist inzwischen zur Weltmesse in Sachen klassische Automobile avanciert und mittlerweile Anziehungspunkt für mehrere hunderttausend Besucher aus der Szene. Historische Autos, meist erkennt man sie am „H“ auf dem Nummernschild, liegen im Trend, sei es als Spaßmobil am Wochenende, als gepflegter Zweitwagen oder auch als Kapitalanlage. Natürlich stehen in Deutschland die Automobile aus dem Hause Mercedes, Porsche oder VW regelmäßig im Vordergrund, doch auch die klassischen Fahrzeuge aus „Bella Italia“ erfreuen sich bei uns immer größer werdender Beliebtheit. Wer erinnert sich nicht an die klassischen Carabinieri-Giulias von Alfa Romeo, die in den 70er Jahren eindrucksvoll an der Brenner-Autobahn standen? Aber auch, und gerade das passt zum Frühling oder Sommer, sind die historischen Fiat 124 oder Alfa Romeo Spider natürlich im Trend, wenn man an Italien denkt. Und nicht zu vergessen der …

Azzurro – Die Italo-Pop-Revue

Vor ein paar Monaten sprach ich HIER bei Italiensehnsucht mit Rocky Verardo, dem Frontmann der Band I Dolci Signori. Er erzählte mir von einem ganz besonderen Projekt, über das er damals jedoch noch nicht so viel verraten durfte. Am vergangenen Samstag war es nun endlich soweit und ich konnte mir das wunderbare Ergebnis einer vor langer Zeit entstandenen Idee ansehen. Unsere Italo-Pop-Geschichte beginnt bei Mamma Maria in Süditalien, am rot-weiß-kariert gedeckten Küchentisch. Rocky erhält einen Brief aus Amerika von seiner großen Liebe Gloria, dem schönsten Mädchen seines Dorfes, dessen Heirat mit dem amerikanischen Banker Johnny kurz bevorsteht. Zu verhindern wäre dies nur, wenn Rocky innerhalb von kurzer Zeit schlappe 17.952 Dollar locker machen könnte. Da erinnert sich der Nonno, überzeugend in Szene gesetzt von Richie Necker, dessen schauspielerisches Talent den I Dolci Signori Fans bereits bestens bekannt sein dürfte, an die Goldenen Siebziger, wo in Gelsenkirchen das Geld auf der Straße und in den Steinkohlestollen lag. Schnell ist die Vespa mit dem “Nötigsten” bepackt und zu den flotten Klängen von Lunapops Vespa 50 Special geht’s auf nach Gelsenkirchen! Beim ersten Stopp …

Il Museo dell’Opera del Duomo

Nach mehrjährigen Um- und Ausbauarbeiten öffnete das Dommuseum in Florenz vor knapp anderthalb Jahren wieder seine Pforten. Höchste Zeit, es endlich zu besuchen! Auf rund 6000 qm und 3 Stockwerken dokumentiert es den Wandel des Florentiner Doms Santa Maria del Fiore vom Mittelalter bis zur Hochrenaissance. Allgegenwärtiges Zentrum des Museums ist eine originalgetreue Rekonstruktion der Domfassade nach dem Entwurf von Arnolfo di Cambio aus dem späten 13. Jahrhundert, die im 16. Jahrhundert im Rahmen eines Stadterneuerungsprogramms abgetragen wurde. Heute erstrahlt sie in voller Pracht und Größe nur wenige Meter von dem Ort, wo sie sich einst befand. Ihr gegenüber erhebt sich, einst und heute, das Baptisterium San Giovanni in Form seiner Originalpforten nach den Entwürfen von Lorenzo Ghiberti und Andrea Pisano, die bereits vor einigen Jahren Schutz im Museum gefunden haben. Man wandelt sozusagen im Paradies, wie der Platz zwischen einer Taufkapelle und der zugehörigen Kirche nach alter christlicher Tradition genannt wurde, in Anspielung an die Freude, die die frisch Getauften in Erwartung ihrer ersten heiligen Kommunion dort empfanden. Das erste Stockwerk widmet sich Brunelleschis Kuppel, deren Entstehung mit Videomaterial und …