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Die Acetaia der Cavedonis

Das schwarze Gold von Modena

Umgeben von den sanften Hügeln der Emilia-Romagna, in Castelvetro di Modena befindet sich ein Sehnsuchtsort: In der Acetaia Cavedoni durfte ich Menschen kennenlernen, die ein jahrhundertealtes Metier in Familientradition mit unaufgeregter Selbstverständlichkeit und zugleich großer Leidenschaft fortführen. Ein bleibender Eindruck. Mein Gespräch mit Marcello Cavedoni über die Liebe zu Tradition und Familie und über das schwarze Gold von Modena: Marcello, seit 1860 gibt deine Familie die Tradition der Essigproduktion von Generation zu Generation weiter. Würdest du uns ein wenig von der Geschichte eures Familienbetriebs erzählen? Meine Familie produziert Balsamessig seit 1860. Mit meinem 10-jährigen Sohn Alessandro und meiner 4-jährigen Tochter Giorgia sind wir nun in der siebten Generation angekommen. Entstanden ist unser Betrieb aus Familientradition und der Leidenschaft, die von Generation zu Generation bis zum heutigen Tag weitergegeben wurde.  Dieses Jahr ist mein Vater Paolo Cavedoni in Pension gegangen und hat mir die Leitung des Betriebs anvertraut. Ich bin sehr stolz und glücklich, diese Leidenschaft, die mir mein Vater weitergegeben hat fortzuführen und ich hoffe sehr, sie wiederum auch meinen Kindern übermitteln zu können. Wo …

Bianca Egerer – KafFEE aus Leidenschaft

Man könnte sie für eine waschechte Italienerin halten: Bianca lebt das italienische Lebensgefühl und es steht ihr verdammt gut! Seit unserem Kennenlernen ist der Strauß meiner italienverrückten Freunde noch bunter und mein Kaffee zu Hause um Welten besser geworden. Bianca, du bist Betreiberin der KafFEEbar und bietest deinen Kunden in der Region Amberg, Regensburg und Nürnberg einen breiten Service rund um das Thema Kaffee. Ich habe dich als absolute Kaffee-Expertin kennengelernt und konnte schon viel von deinem Wissen profitieren. Ich hatte mich aber nie gefragt, wie du überhaupt auf das Thema Kaffee gestoßen bist. Es ist in der Tat so, dass ich nicht schon immer Kaffee getrunken habe. Der Kaffee aus der Filterkaffeemaschine von Mama schmeckte und bekam mir auch nicht. Erst als ich viel in Italien unterwegs war, wo man an jeder Ecke Espresso trinken konnte, kam ich auf den Geschmack. Mich interessierte, warum ich Espresso trinken konnte, bei Filterkaffee jedoch immer Magenschmerzen bekam. Ich habe mir ein italienisches Mokka-Kännchen von Bialetti und eine kleine Siebträgermaschine gekauft. Und ich habe meine Milch mit den …

„Tausend Meilen Dolce Vita“

Eine Rundfahrt durch das Land der Lebensfreude – ein Buchtipp von Marcus Meyer Es war im Sommer 2015 als die beiden Autoren Wolfgang Groeger-Meier und Michael O.R. Kröher eine außergewöhnliche Reise durch „Bella Italia“ unternahmen. Das aus den Erlebnissen geschaffene Buch beschreibt die Reise der beiden Autoliebhaber entlang der Strecke der legendären Rallye von Brescia nach Rom und zurück. Darin geht es allerdings nicht – wie man meinen könnte – um Autos, sondern um Land und Leute sowie um Kunst, Kultur, Kulinarisches und um die Sehenswürdigkeiten entlang des Streckenverlaufs. Dabei werden die altbekannten Klischees über Italien natürlich ebenso betrachtet wie das tatsächliche Leben im heutigen Italien. Das Buch, eine Kombination aus Bildband, Reiseführer und Erlebnisbericht, ist somit genau das richtige für den beginnenden Sommer und die Sehnsucht nach Normalität in Italien. Etwas, das im ersten Halbjahr 2020 natürlich überall gefehlt hat. Die Vorfreude auf Entdeckungen, auf neue Urlaubsziele und natürlich auf die Mille-Miglia-Rallye, die (eigentlich!) immer im Mai stattfindet, lässt sich beim Lesen von Seite zu Seite mehr wecken. Ach so! Natürlich sind die beiden …

Italien for kids – Nur Eis essen ist schöner

So macht ein Ausflug im Italienurlaub auch mit Kindern Spaß! Ein Gastbeitrag von Britta Schmidt von Groeling, die sich mit ihrem Verlag World for kids auf die Herausgabe von Reiseführern für Kinder spezialisiert hat. Wer keine Lust hat, jeden Tag am Strand zu liegen, hat in Italien eine Fülle von Möglichkeiten, um sich die Zeit zu vertreiben. Berge, Seen, Wandertouren, kleine Dörfer und Städtchen, Weingüter und Olivenfabrikationen, dazu kommen noch diverse kindgerechte Attraktionen wie Badelandschaften und ähnliches. Ich habe auf meiner Reise versucht, nicht nur Dinge zu tun, die speziell für Kinder interessant sind, sondern die die ganze Familie begeistern können. Wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet, sind fast alle Aktivitäten mit kleineren Kindern möglich. Wichtig aus meiner Sicht ist, dass man das Tempo und die Interessen der Kinder mit bedenkt, wenn man einen Ausflug plant. Es macht beispielsweise keinen großen Sinn, wenn man versucht, im Dom von Siena den kompletten Baedeker Reiseführer durchzuarbeiten, während sich die Kinder auf den Kirchenbänken langweilen. Auf der anderen Seite ist es durchaus möglich, gerade kleinere Kinder für einen Rundgang durch ein mittelalterliches Dorf …

Neun Geheimnisse Mailands

Ein Gastbeitrag von Stefanie Claus von Azzurro Diary. Mailand – vielleicht die lebendigste Metropole Italiens – ist herrlich wandelbar und steckt voller Überraschungen. Die Hauptstadt der Lombardei hat sich gerade eine neue Skyline zugelegt und lohnt nicht nur deshalb eine Entdeckungsreise. Hier sind neun Tipps für eine Stadt, die viele zu Unrecht für hässlich halten. Mailänder Dom und Domterrassen Bei jedem Aufenthalt in Mailand zieht es mich zuerst zum Dom, der im Zentrum der über die Jahrhunderte gewachsenen Stadt liegt. Ein Spaziergang auf den Domterrassen gehört unbedingt zu einem Mailandbesuch dazu. Nicht wundern, wenn schon wieder ein Teil der Fassade eingerüstet ist. Marmor ist ein sehr vergängliches Material, das sich unter der Atmosphäre schnell auflöst: nach etwa 30 Jahren muss er ausgewechselt werden. In den dreißiger Jahren machten sich die Restaurateure einen Spaß und schmuggelten einige zeitgenössische Figuren auf die Domterrassen. Sportler, Musiker, der König und der Duce sind zu erkennen. Im Statuendschungel der Domfassade versteckt sich dazu ein falscher Heiliger. Angekettet, in antiker Kleidung und die Arme trotzig vor der Brust verschränkt, schaut San …

Mode, Mailand & Mehr – Einkaufen wie die Einheimischen

Der Mailand Fashion Guide von Stefanie Claus Schon des Öfteren habe ich bei Azzurro Diary vorbeigeschaut, um Inspiration zu finden und Wissenswertes über mein Sehnsuchtsland zu erfahren. Die Autorin Stefanie Claus lebt seit einigen Jahren in Verbania am Lago Maggiore und schreibt von dort aus über ihre Erlebnisse, Reisen und Interessen rund um das Belpaese. Ihr Blog gefällt mir deshalb so gut, weil die Themen vielfältig, gut recherchiert und mit stimmungsvollen Fotos aufbereitet sind. Umso mehr hat es mich gefreut, vor Kurzem Post von Stefanie in meinem virtuellen Briefkasten vorzufinden. Sie hat ein E-Book veröffentlicht, einen Fashion Guide über Mailand, und möchte ihn mir ans Herz legen. Stefanie hat damit, ohne es zu wissen, einen Volltreffer gelandet. Nicht, weil ich mich in Mailand so gut auskenne oder Mode und Design mein absolutes Steckenpferd sind. Ganz im Gegenteil. Nach Mailand habe ich es bislang nur auf der Durchreise geschafft. Und in Sachen Mode bewundere ich diejenigen, die ein Händchen dafür haben und bei jeder Gelegenheit mit dem passenden Outfit glänzen. Was schreibt Stefanie da ganz zu …

Escursioni Maretta Torre Vado

Escursioni Maretta

Seit fast einer Woche sind wir nun schon im Salento, ganz im Süden des italienischen Stiefelabsatzes und endlich kommt der ersehnte Anruf von Davide de Giorgi. Er ist stolzer Besitzer eines geschichtsträchtigen Bootes, das früher als schwimmendes Hotel diente und das als erstes seiner Art die Besucher von Torre Vado aufs Meer brachte. Und auch uns möchte er sein Fleckchen Heimat vom Meer aus zeigen. In den letzten Tagen war es für Juli ungewöhnlich windig und eine Ausfahrt kaum möglich. Doch heute wollen wir es unbedingt probieren, denn schon bald müssen wir wieder abreisen. Am touristischen Hafen von Torre Vado steht in erster Reihe ein kleines gelbes Häuschen mit dem dezenten Schriftzug Escursioni Maretta. Dort werden wir von Davide herzlich in Empfang genommen. Wir müssen sehen wie weit wir heute kommen, denn noch immer weht ein kräftiger Wind. “Keine Sorge, wir haben “onda corta” (kurze Wellendünung), da wird euch nicht schlecht”, beruhigt uns unser Kapitän. Dabei denke ich an die römische Gräfin, die auf eben diesem Boot vor mehr als drei Jahrzehnten sicher die griechische Insel Ithaka erreichte. Davide kennt das Meer und die Küste rund …