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Darf ich vorstellen? Umarell

Außerhalb Italiens werden die meisten diesen Begriff noch nie gehört haben. Sobald man aber den neuen Zingarelli (Wörterbuch der italienischen Sprache) zur Hand nimmt und sich die unter dem Neologismus „umarell“ eingetragene Definition durchliest, weiß man sofort wer gemeint ist: „Ein an Baustellen herumtigernder Rentner, meist mit den Händen auf dem Rücken, der kontrolliert, Fragen stellt, Empfehlungen gibt und die dort stattfindenden Arbeiten kritisiert.“ Das Wort ist dem bolognesischen Dialekt zuzuschreiben und stammt vom Italienischen „omarello“/„ometto“ (Männchen).

Eine pastellorangefarbene Rose vor sattem Grün und einem Baumstamm

Petaloso – Ein Wort geht durch Italien

Die Grundschullehrerin Margherita Aurora aus dem kleinen Ort Copparo in der Provinz Ferrara staunte nicht schlecht als ihr Schüler Matteo in einer Arbeit ein Wort verwendete, das es in der italienischen Sprache gar nicht gibt. Matteo beschrieb eine Blume als „petaloso“ (reich an Blütenblättern). In den italienischen Wörterbüchern ist dieses Wort nicht zu finden. Grammatikalisch macht es aber durchaus Sinn, denn es setzt sich aus „petalo“ (Blütenblatt) und der Endung „-oso“ (hier: reich an) zusammen. Eine Vielzahl an Adjektiven wird genau auf diese Weise gebildet.

Warum Italienisch lernen? – Aus Liebe!

In der Geschäftswelt trifft man nicht ganz so häufig auf Italienisch, im Toskanaurlaub kommt man sehr gut mit Englisch oder Deutsch zurecht und die am weitesten verbreitete romanische Sprache ist Spanisch. Warum also Italienisch lernen? Drei ganz besondere Italienkenner verraten es uns … Beppe Severgnini Leitartikler des Corriere della Sera, Journalist der New York Times, Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik, Tifoso von Inter Mailand und Autor diverser Bücher mit denen er professionell und humorvoll die italienische Kultur erklärt. „Aus einem ganz einfachen Grund. Niemand zweifelt daran, dass die wichtigste Sprache Englisch ist. Aber es geht darum, eine Sprache zu wählen, die man liebt. Ich kenne viele Menschen, die beschlossen haben Deutsch zu lernen, weil sie es sehr lieben. Ich glaube, dass auch und vor allem das Italienische eine Frage der Liebe ist. Das kann die Liebe zu einer Person, einer Stadt, einer Reise, zur Kunst oder zum Geruch der Luft sein. Die Wahrheit ist, dass Italien ein Land ist, dem man sich aus Liebe nähert und aus keinem anderen Grund. Dasselbe gilt auch für die Sprache.“ Quelle: …