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Der Poet von Polignano

Eine schmale Treppe schmiegt sich an eine Hauswand, Guido Luporis Schriften wandern über die Stufen, Blumentöpfe und bunte Dekoobjekte zieren die Kulisse.
Die „poetische Treppe“ von Polignano a Mare

Guido Lupori und die Schönheit der Poesie

Durch die Gassen von Polignano a Mare zu streifen ist ein wenig wie ein Poesiealbum zu durchblättern. Über das ganze süditalienische Städtchen hinweg verteilt ziert dieselbe Handschrift Mauern, Treppen, Türen und vieles mehr. Auch bewegliche Gegenstände werden nicht verschont. Hinter diesen Zitaten, Versen und Lebensweisheiten verbirgt sich Guido il Flâneur, wie er sich selbst nennt. Die literarische Figur des Flâneur streift durch die Straßen und Gassen der Städte, beobachtet und reflektiert. So auch Guido Lupori, Jahrgang 1946 und vor vielen Jahren aus dem nahe gelegenen Bari nach Polignano a Mare gekommen. Hier hat sein Zwilling das Meer seine Freiheit vergrößert, wie es an einer der Mauern zu lesen ist.

Ein Detail der poetischen Treppe: Guido il Flâneur, 1946 bis 2046
Detail der Treppe: Guido il Flâneur möchte mindestens bis 2046 in Polignano a Mare bleiben

Bis 2046 möchte er mindestens gerne bleiben. Das erschließen wir uns aus seinen Schriften. Mit seiner Poesie will Guido il Flâneur auf die Schönheit, die die Literatur für uns bereithält aufmerksam machen. Vor allem bedient er sich der Poesie großer Autoren. Gerne lässt er aber auch eigene Gedanken in seine Werke mit einfließen.

Der Blick auf Polignano a Mare und das Meer bei Sonnenuntergang. Das Weiß der Häuser wird in sanfte Farben getaucht.
Ein atemberaubender Blick auf die Stadt, besonders bei Sonnenuntergang

Das malerische Polignano a Mare

Beschränkt man sich auf dieses nette kleine Detail, wird man Polignano a Mare jedoch nicht gerecht. Denn es steht für eine historische Altstadt mit malerischen Gässchen, schicken Boutiquen, modernen Bars und landestypischen Restaurants. Schließlich und vor allem beeindruckt es mit seinem Panorama und lässt einem besonders in den frühen Abendstunden den Atem stocken. Polignano a Mare ist quirlig und mondän. Zur gleichen Zeit ist es aber auch das Polignano seiner freundlichen Einwohner. Mitten im Besucher-Wirrwarr leben sie ihren Alltag, halten sich lieber vor als in ihren kleinen Altstadtwohnungen auf und haben für ihre Gäste immer ein freundliches buongiorno auf den Lippen.

Ein Interview mit Guido Lupori in italienischer Sprache findet ihr hier.

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