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Petaloso – Ein Wort geht durch Italien

Die Grundschullehrerin Margherita Aurora aus dem kleinen Ort Copparo in der Provinz Ferrara staunte nicht schlecht als Ihr Schüler Matteo in einer Arbeit ein Wort verwendete, das es in der italienischen Sprache gar nicht gibt. Matteo beschrieb eine Blume als “petaloso” (reich an Blütenblättern). In den italienischen Wörterbüchern ist dieses Wort nicht zu finden. Grammatikalisch macht es aber durchaus Sinn, denn es setzt sich aus “petalo” (Blütenblatt) und der Endung “-oso” (hier: reich an) zusammen. Eine Vielzahl an Adjektiven wird genau auf diese Weise gebildet. “Hat der 8-jährige Matteo womöglich ein neues Wort ins Leben gerufen?”, fragte sich Lehrerin Margherita und schrieb zusammen mit ihrem Schüler einen Brief an die Accademia della Crusca, die altehrwürdige Institution aus Florenz, die sich dem Studium und Bewahren der italienischen Sprache verschrieben hat. Zu ihrer Überraschung bekamen sie eine ermutigende Antwort. Das Wort sei korrekt gebildet, schön und klar, und könne im Italienischen durchaus verwendet werden. Um offiziell Teil der italienischen Sprache zu werden müsse es jedoch von vielen Menschen gebraucht und verstanden werden, so der Sprachwissenschaftler der Accademia della Crusca. Margherita war überrascht und gerührt von der positiven Antwort und postete Fotos des besagten Briefes und …

Warum Italienisch lernen? – Aus Liebe!

In der Geschäftswelt trifft man nicht ganz so häufig auf Italienisch, im Toskanaurlaub kommt man sehr gut mit Englisch oder Deutsch zurecht und die am weitesten verbreitete romanische Sprache ist Spanisch. Warum also Italienisch lernen? Drei ganz besondere Italienkenner verraten es uns … Beppe Severgnini Leitartikler des Corriere della Sera, Journalist der New York Times, Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik, Tifoso von Inter Mailand und Autor diverser Bücher mit denen er professionell und humorvoll die italienische Kultur erklärt. “Aus einem ganz einfachen Grund. Niemand zweifelt daran, dass die wichtigste Sprache Englisch ist. Aber es geht darum, eine Sprache zu wählen, die man liebt. Ich kenne viele Menschen, die beschlossen haben Deutsch zu lernen, weil sie es sehr lieben. Ich glaube, dass auch und vor allem das Italienische eine Frage der Liebe ist. Das kann die Liebe zu einer Person, einer Stadt, einer Reise, zur Kunst oder zum Geruch der Luft sein. Die Wahrheit ist, dass Italien ein Land ist, dem man sich aus Liebe nähert und aus keinem anderen Grund. Dasselbe gilt auch für die Sprache.” Quelle: …